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By Nikolaus Werz (auth.), Nikolaus Werz Dr., Reinhard Nuthmann Dr. (eds.)

Das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern (MV) kann auf eine lange und wechselhafte Migrationsgeschichte zurückblicken.Mitte des 19. Jahrhunderts wies die zone neben Irland die höchste Emigration aus Europa auf. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kamen Fremdarbeiter in die unterbevölkerte Küstenregion, nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die forcierte Zuwanderung von Flüchtlingen, Vertriebenen und Umsiedlern. Zu DDR-Zeiten wurden im Zeichen der staatlichen Industrialisierung und des Ausbaus militärischer Standorte Familien aus anderen Bezirken im Nordosten angesiedelt mit dem Ergebnis, dass MV noch Anfang der 1990er Jahre die jüngste Bevölkerung Deutschlands hatte. Im Zuge des Mauerfalls und des Transformationsprozesses setzte eine Abwanderung ein, die in den 1990er Jahren nur vorübergehend nachließ, um zum Ende des 20. Jahrhunderts wieder anzusteigen.
Trotz des hohen Stellenwertes in der Landesgeschichte und obwohl MV als eine paintings "Laboratorium für migratorische und demografische Entwicklungen" gilt, ist das Thema kaum erforscht. Der vorliegende Sammelband möchte einen Überblick über die Wanderungsgeschichte, die aktuellen Migrationsprozesse und ihre Konsequenzen geben, um das Phänomen schließlich in den europäischen Kontext zu stellen.

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Untersuchungen über den Aufbau und die Umwandlung der verschiedenen Minerale der Sillimanit-Gruppe

In Massen und Steinen, die unter Verwendung eines Minerals der Al zero • Si0 - 2 three 2 Gruppe aufgebaut sind, lassen sich die Mineralkomponenten (z. B. restlicher Sillimanit, Korund, Mullit, Cristobalit) nur mit erheblichen Schwierigkeiten röntgenographisch quantitativ erfassen. Zur Erweiterung und Vertiefung der Erkenntnisse über das Umwandlungsverhalten der Minerale Andalusit, Kyanit, Sillimanit sollten sowohl die restlichen Mineralbestandteile als auch die Neu­ bildungen (vorwiegend Mullit) chemisch, mikroskopisch, röntgenographisch, UR-spektroskopisch und elektronenoptisch untersucht werden.

Kreditrisikomodellierung: Ein multifunktionaler Ansatz zur Integration in eine wertorientierte Gesamtbanksteuerung

Jan Zurek präsentiert aufbauend auf den etablierten Methoden der Markt- und Kreditrisikomodellierung ein neues Kreditrisikomodell, das sich durch vier zentrale Eigenschaften auszeichnet: Dabei handelt es sich um die universelle Anwendbarkeit des Modells, die kreditnehmer- als auch kreditinstitutsindividuelle Durchführung der Kreditrisikoanalyse, die flexiblen Auswertungsmöglichkeiten beliebiger Kreditrisikokennzahlen auf Einzel- und Portfolioebene sowie die Kompatibilität zu den Modellierungsergebnissen für andere Risikoarten, insbesondere Marktrisiken.

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Abbildung 1) spiegeln sich die Wirtschaftskrisen der Jahre 1857-1859 und 18731879. Anders als diese Krisen hatte der amerikanische Bürgerkrieg (1861-65) kaum einen hemmenden Einfluss auf die Massenauswanderung aus Mecklenburg. Für diejenigen mecklenburgischen Einwanderer, die aus der Landwirtschaft kamen, ergaben sich im Gegenteil durch die infolge der Kriegssituation starken Preissteigerungen für Agrarprodukte und den anhaltenden Arbeitskräftemangel in der amerikanischen Landwirtschaft sogar verbesserte Arbeitsund Verdienstrnöglichkeiten.

94; Archiv für Landeskunde in den Großherzogtümern Mecklenburg (Fußnote 2), 1852, S. 510. Vgl. Wilhelm Andreas Henatsch, Das Problem der ausländischen Wanderarbeiter unter besonderer Berücksichtigung der Zuckerproduktion in der Provinz Pommern, Greifswald 1920, S. 123; Max Weber (Fußnote 8), S. 793. , Göttingen 1927, S. 31 f. schärfte. Neben der Inangriffnahme einer umfassenden "Inneren Kolonisation", die allerdings nur im domanialen Landesteil durchgefiihrt wurde, erfolgte der breite Einsatz von Landmaschinen.

Der starke Geburtenzuwachs der letzten Jahrzehnte hatte im Land die Befürchtung einer Überbevölkerung wachgerufen, so dass insbesondere im ritterschaftlichen Gebiet die überseeische Auswanderung von Landarbeitern gefördert wurde. Ein anderer Teil der weiter zunehmenden pauperisierten mecklenburg-schwerinschen Bevölkerung begann in andere deutsche Bundesstaaten bzw. Provinzen abzuwandern oder nahm eine nichtlandwirtschaftliche Tätigkeit auf. Die Arbeitskräftestruktur in den landwirtschaftlichen Großbetrieben des Domaniurns, vor allem aber die der Ritterschaft, war durch eine jahrzehntelange Legung von Bauern und eine größtmögliche Einschränkung des Landarbeiterstammes geprägt.

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